Beim Namen Thees Uhlmann denken die Meisten zuerst einmal an Musik und weniger an Bücher. Bekannt geworden ist der sympathische Blonde aus dem Norden mit seiner Band Tomte, mit der er bis 2010 fünf Alben veröffentlichte. Danach lieferte er zwei Soloalben ab, von denen das zweite gleich auf Platz zwei der Charts schoss, und tourte erfolgreich durch Deutschland. Dabei war er zweimal auch in unserer Region zu Gast: Einmal zusammen mit den Toten Hosen vor 25.000 Menschen in Bayreuth, und einmal auf dem Plassenburg-Open-Air in Kulmbach. Zwischendurch schrieb er schon immer für verschiedene Zeitungen und Magazine, jetzt wagte er sich auch erstmals an das große Format. Im Oktober 2015 erschien sein erster Roman.

In „Sophia, der Tod und Ich“ klingelt an der Tür des Erzählers ein Mann, der behauptet, er sei der Tod und wolle ihn mitnehmen. Er habe noch ungefähr drei Minuten zu leben. Zwischen den beiden entspinnt sich eine absurd-witzige Diskussion, in der es um Kopf und Kragen, um die Insel Juist, den Lakritzgeschmack von Asphalt und das depressive Jobprofil des Todes geht. Zu seiner Verwunderung gelingt es dem Tod nicht, den Erzähler sterben zu lassen. Ein spektakulärer Roadtrip beginnt, und es geht auf eine Reise zwischen Himmel und Hölle – und um die Frage, ob es das alles überhaupt gibt. Mit dabei: die ruppig-souveräne Ex-Freundin des Erzählers. Eine Reise, die geprägt ist durch die Tollpatschigkeit, mit der sich der Tod durch die Welt der Lebenden bewegt, und Fragen wie: Muss der Tod pinkeln? Und wenn ja, wie macht er das? – Und die große Frage, was denn besser ist, „to burn out or to fade away“.

Wer Thees Uhlmann schon einmal begegnet ist, der weiß: Reden kann der Mann. Aber kann er auch schreiben? Die Antwort gibt er auf der Bühne in Bayreuth und wird dabei gleich beweisen, dass er auch lesen kann!